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Problemzone Bauch - wie Hormone unsere Körpersilhouette verändern


18. January 2011

Übergewicht ist nicht gleich Übergewicht und überschüssige Kilos allein sagen wenig über ein individuelles Gesundheitsrisiko aus. Das Fettverteilungsmuster ist entscheidend und damit für die Entwicklung von Folgeerkrankungen verantwortlich. Ein erhöhter Taillenumfang mit einer abdominellen Adipositas stellt den wichtigsten Risikofaktor des metabolischen Syndroms, die Entwicklung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes mellitus und Hypertonie, dar. Auch wenn Menschen mit so genannter „Birnenfigur“ die gleichen überschüssigen Pfun-de mit sich herumtragen – nur eben an Hüfte und Po statt um die Taille – sind sie weniger gefährdet als der „Apfeltyp“.

Warum Diabetes und Herzkrankheiten weniger durch Übergewicht selbst als durch das Fettverteilungsmuster gefördert werden, war lange Zeit unklar. Nichts aussagen kann der Body Mass Index (BMI) über die Fettverteilung bzw. das Fett im Körper. Dies ist aber wichtig, da sich Fett, welches sich im Übermaß im Bauchbereich ansiedelt, negativ auf die Gesundheit auswirken kann. Bei Menschen mit einer androiden Fettver-teilung („Apfelform”) liegt das Fett innerhalb des Bauchraumes und verteilt sich um die inneren Organe. Das Risiko, auf Grund dieser Art der Fettleibigkeit Krankheiten zu entwickeln, ist besonders groß. Betroffen sind zu etwa 80 Prozent Männer. Liegt eine gynoide Fettverteilung („Birnenform”) vor - besonders häufig bei Frauen (ca. 85%) - sammelt sich der Großteil des Körperfetts an den Hüften, Oberschenkeln und am Gesäß. Diese Übergewichtigen leiden an einem erhöhten Risiko für mechanische Probleme wie Gelenk- oder Knochenbeschwerden.

Der Bauchumfang als Maß der abdominellen Fettverteilung ist leicht zu messen. Ein erhöhtes Risiko besteht für Frauen ab einem Bauchumfang von 80 cm, für Männer ab 94 cm. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) bestimmt die Fettverteilung, indem der Taillen- durch den Hüftumfang geteilt wird, zum Beispiel: 90 cm (Taille) geteilt durch 107 cm (Hüfte) ergibt ein T/H-Verhältnis von 0,84. Frauen müssen laut DGE ab einem T/H-Verhältnis von 0,85 mit erhöhten Gesundheitsrisiken rechnen, Männer ab 1,0.
Früher galt Fettgewebe als inaktive, passive Masse, heute weiß man: Fettgewebe beteiligt sich aktiv am Stoffwechsel, besonders das im Bauchraum liegende Fett. Glucocorticoide, körpereigene Hormone aus der Nebennierenrinde, spielen dabei und bei der Fettverteilung eine besondere Rolle. Das Enzym 11β-Hydroxy-Steroiddehydrogenase ist dabei der Schlüssel des metabolischen Syndroms. In zahlreichen Studien gelang es unter anderem schwedischen Wissenschaftlern aufzuzeigen, dass übergewichtige Männer in ihren Fettpolstern größere Mengen der menschlichen Variante des HSD-1-Enzyms herstellen. Eine erhöhte 11β-HSD-1-Aktivitat führte zu einer vermehrten Fetteinlagerung im Bauch-raum und damit zur „Apfelfigur“ mit den typischen Folgen des metabometabolischen Syndroms wie Veränderung des Blutzuckerspiegels bis hin zu Diabetes und Bluthochdruck. Starkes Übergewicht ist allerdings in jedem Fall bedenklich – egal, in welcher Form.

Quelle: Ganzimmun AG

Leberkrebsrate steigt dramatisch – frühe Leberdiagnostik schützt!


18. May 2009

Mit weltweit 600.000 neu diagnostizierten Fällen ist Leberkrebs die sechsthäufigste Krebsart und dabei auch die tödlichste, denn jeder dritte krebsbedingte Todesfall geht zu Lasten dieser Erkrankung. Meist tritt sie als Folge einer chronischen Hepatitis B oder C auf und entwickelt sich dabei besonders tückisch, denn die Symptome bleiben lange verborgen. Daher wird sie häufig als „Silent Killer“ bezeichnet.

Nach Schätzungen der Deutschen Krebshilfe erkranken allein in Deutschland jährlich etwa 5.300 Menschen an Leberkrebs. Eine Zahl, die sich in den letzten drei Jahrzehnten mehr als verdoppelt hat und eine Dynamik widerspiegelt, die sich bei keiner anderen Krebsart zeigt.

Experten vermuten, dass jeder 12. Mensch weltweit von einer chronischen Virushepatitis - der Hauptursache des Leberkrebses - betroffen ist. Aus diesem Grund steht der Welt-Hepatitis-Tag am 19. Mai 2009 auch unter dem Motto: „Bin ich die Nummer 12?“ (www.binichdienummer12.de). In vielen Orten Deutschlands werden dazu Aktionen mit Test- und Beratungsmöglichkeiten angeboten.

Wie das Hepatitis-Informationsportal www.hepatitis-care.de berichtet, zeigen Studienergebnisse, dass Menschen mit Hepatitis C-Infektionen ein erhöhtes Sterberisiko aufgrund von Krebserkrankungen haben. Dazu zählen – neben dem Leberkrebs – auch andere Krebsformen wie beispielsweise Speiseröhrenkrebs oder Gallenblasenkrebs.

Eine Schlüsselrolle in der Bekämpfung der Hepatitis und des Leberkrebses nimmt die frühe Diagnose ein. Ähnlich wie bei einer chronischen Hepatitis C sind auch 40 Prozent der Leberkrebs-Patienten zum Zeitpunkt der Diagnose symptomfrei. Deshalb sind Hausärzte bei der Beurteilung von Laborwerten besonders gefordert, denn hieraus lässt sich frühzeitig der Verdacht auf eine Hepatitis-Erkrankung ableiten.

Für weiterführende Informationen zur Hepatitis-Diagnostik und -Erkrankung klicken Sie bitte hier: www.hepatitis-care.de.

Jonas Scheiffele
Projektmanager

KWHC GmbH
Alewinstraße 13
29525 Uelzen
Germany
Fon: +49 581 973 9180
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js@kwhc.de

IPT Insulinpotenzierte Therapie bei Borreliose


20. April 2009

Insulinpotenzierte Therapie ist eine noch relativ unbekannte Behandlungsform, die bei Borreliose, Krebs, Syphilis, Herpesinfektionen und anderen schwer behandelbaren Erkrankungen eingesetzt werden kann.

Das Prinzip beruht auf dem Einsatz von Insulin als Türöffner, um die erkrankten Zellen mit einem entsprechenden Medikament in sehr niedriger Dosierung effektiv zu erreichen. Der Vorteil liegt darin, dass nur 10-20% der sonst benötigten Mengen des Therapeutikums unter Insulinvorbehandlung verabreicht wird. Somit werden auch die unverwünschten Nebenwirkungen deutlich reduziert oder gar vermieden.

Die Geschichte der „IPT“:
1925 wurde das Insulin entdeckt. Der mexikanische Militärarzt Dr. Donato Perez Garcia hat als Militärarzt seit 1930 experimentell an Syphilis erkrankte Soldaten, später auch Patienten mit Krebs und anderen Erkrankungen mittels „IPT“ erfolgreich behandelt. Über 2 Generationen wurde diese Therapie weiter zu einer sicheren, effektiven Therapie entwickelt.

Das Prinzip der Therapie:
Das Insulin bewirkt als körpereigenes Hormon die Aufnahme von Kohlenhydraten in die Zellen. Infizierte, kranke Zellen haben auf der Oberfläche etwa 6 mal so viele Insulinrezeptoren wie normale, gesunde Zellen. Das Insulin wird während der Therapie als Hilfe für die Einschleusung von Medikamenten direkt in die Zelle genutzt, ohne dass dafür große Konzentration der Medikamente im Plasma erreicht werden müssen. Es erfolgt eine Art selektive Therapie kranker Zellen mit Auslösung der Apoptose (natürlicher Zelltod). Gesunde Zellen werden dabei weitgehend geschont.

Warum unbekannt:
Zunächst wurde diese nach der Entdeckung des Penizillins und durch die eigenständige Entwicklung der Chemotherapie verdrängt. Ein weiterer Nachteil der „IPT“-Behandlung ist der hohe zeitlicher Aufwand, sowie die strenge notfallmäßige Überwachung. Durch die Zunahme der Antibiotikaresistenzen und durch die enttäuschenden Ergebnisse der Chemotherapie – hier speziell bei Brustkrebs - weckt „IPT“ heutzutage zunehmend Interesse bei innovativ tätigen Kliniken und Ärzten. Weltweit gibt es Hunderte Ärzte, die speziell für die „IPT“-Behandlung ausgebildet worden sind. Es wäre dringend erforderlich, dass private Versicherungen diese effektive Therapie für den betroffenen Patienten übernehmen.

Ablauf der Therapie:
Der Patient bekommt nüchtern eine individuell genau errechnete Menge Insulin intravenös appliziert. Eventuell auftretende vegetative Reaktionen werden durch Akupunktur, stabilisierende Kreislaufmedikamente und Antiemetika kontrolliert. Unter EKG-Überwachung, Sauerstoffpartialdruck Messung, Sauerstoffgabe und Notfallbereitschaft wird der Blutzucker kontrolliert bis auf etwa 25-30 mg% gesenkt. Im therapeutischen Fenster der adrenergen Phase werden etwa 10-20% der sonst normalen Dosis von auf die Erkrankung speziell abgestimmten Medikamente intravenös verabreicht. Kranke Zellen, die besonders für Insulin empfindlich sind, werden in diesem angeregten Zustand selektiv therapiert. Durch die abschließende ebenfalls intravenöse Verabreichung einer Zuckerlösung wird der Patient wieder stabilisiert. Mit der Zuckerinjektion werden alle restlichen Medikamentenanteile aus dem Plasma intrazellulär eingeschleust. Bereits nach der ersten Behandlung kommt es beispielsweise zu einer deutlichen Schmerzreduktion. Eine Resistenzentwicklung ist wegen der sehr kurzen Therapiedauer und dem niedrigen Plasmaspiegel bei dieser „Trägermethode” extrem unwahrscheinlich.

Therapiedauer:
IPT wird je nach dem Gesundheitszustand des Patienten einmal pro Woche durchgeführt. Für die eigentliche “IPT”-Behandlung mit einer Voruntersuchung ist etwas über 1 Stunde anzusetzen. Nach der Stabilisierung des Kreislaufs und des Blutzuckerwertes erhält der Patient eine weitere Infusion für 2 Stunden und bleibt unter ärztlicher Beobachtung. Vor der Entlassung erfolgt erneut eine körperliche Untersuchung inkl. Blutdruck, Blutzuckermessung. Die Medikamentenzusammenstellung variiert je nach Erkrankung. Die gesamte Therapiedauer beträgt etwa 3,5 Stunden.

Anzahl der Behandlungen:
Kein starres Schema, als Richtlinie gilt 6 Behandlungszyklen, dann 3 Wochen Pause mit Laborkontrolle und anschließend 3 Nachbehandlungen als Therapieabschluss.

Kosten:
Die Abrechnung erfolgt nach GOÄ und beläuft sich auf etwa 400.- Euro pro Behandlung, zuzüglich Medikamente. Die Kosten werden von den Kassen in der Regel nicht übernommen.

Für Rückfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Ihre Praxis Dr. Heinrich Nemec

Dr. med. Heinrich Nemec

Privatärztliche Praxis
Kaiser-Friedrich-Promenade 26
61348 Bad Homburg
Tel.: 06172-868233
Fax: 06172-868234
www.docnemec.de

Dr. med. Heinrich Nemec

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