Masern-Infektionen breiten sich weiter aus
28. April 2008
Die massenhafte Ausbreitung der Masern in Baden-Württemberg alarmiert bundesweit die Behörden. Das Berliner Robert-Koch-Institut (RKI) sieht in den aktuellen Fällen den schwersten Masern-Ausbruch seit 2006.
Damals waren mehr als 1700 Personen an Masern erkrankt. Aktuell sind in diesem Jahr jedoch bereits 2000 Masern-Infektionen bundesweit gemeldet worden.
Der Schwerpunkt des Masern-Ausbruchs liegt in Südbaden, aber auch die Region Stuttgart ist betroffen. Aufgrund der leichten Übertragbarkeit durch Tröpfcheninfektion breitet sich die Erkrankung sehr schnell aus.
Die Ausbreitung der Masern wird dadurch begünstigt, dass etwa ein Viertel aller Jugendlichen in Deutschland nicht oder nicht ausreichend gegen Masern geimpft sind. Dabei handelt es sich bei der Masern-Infektion nicht nur um „ein paar harmlose rote Flecken, sondern [sie stellen] eine der ansteckendsten Viruserkrankungen mit möglichen schwersten Folgen für unsere Kinder [dar]“, so Bayerns Gesundheitsminister Otmar Bernhard (CSU).
Nicht geimpfte Erwachsene und Kinder sowie Kinder, bei denen der vollständige Impfplan noch nicht durchgeführt werden konnte, sollten deshalb den individuellen Antikörper-Status ermitteln lassen.
Lesen Sie hier mehr über die Masern-Infektion und wie man sich davor schützen kann.