Was tun bei Zinkmangel


30. November 2007

Die Dosierung:
Bezüglich Zink sollte 10 bis 20 mg elementares Zink nicht unterschritten werden. Vorteilhaft sind magensaftresistent verkapselte Präparate, um
a) eine durch Salzsäure des Magens bedingte chemische Reaktion zu verhindern, durch die schlecht bioverfügbare organische Salze entstehen und b) die bessere Magenverträglichkeit auszunutzen.

Zink ist bezglich der Bioverfügbarkeit empfindlich. Nehmen die Patienten die Präparate zusammen mit calcium-, ballaststoff- oder phytatreicher Ernährung auf (Müsli, Vollkornbrot, Sojaprodukte, Milchprodukte, Calciumsupplemente, diverse Gemüse etc.), kann die Resorption dramatisch verschlechtert werden. Zink bindet sich an Phytate oder Ballaststoffe und wird somit vollständig wieder ausgeschieden.
Günstig: Obst, tierische Produkte wie Fleisch oder nüchtern mit viel Wasser und eventuell pflanzlichem Eiweiß (bzw. Aminosäuresupplemente). Bezüglich Magnesium sollten keine anorganischen Verbindungen gewählt werden, da diese Salze aufgrund ihrer schlechten Löslichkeit peroral nicht geeignet sind. Darüber hinaus ist eine gelöste Darreichungsform vorzuziehen (z.B. Magnesium-Diasporal 300).

Ein Eiweißmangel oder besser Aminosäuremangel (insbesondere bezüglich Histidin, Methionin, Cystein) kann den Zinktransport stark beeinträchtigen oder unmöglich machen. Das zinkschleppende Enzym Metallothionein wird z.B. aus diesen Aminosäuren aufgebaut.

Letztlich scheint es Patienten zu geben, bei denen die Hintergründe schwer zu klären sind. Eventuell handelt es sich dabei um genetische Defekte, die zu einer Verteilungsstörung führen. Bei einigen Patienten können beispielsweise normale oder durch Substitution bereits erhöhte Zinkserumwerte vorliegen, während die Erythrozyten einen Zinkmangel repräsentieren. Dieses Phänomen lässt sich auch durch Substitutionsversuche nicht ändern. Hier bringt die Differenzierung Serum-Zink: Vollblut-Zink (oder erythrozytäres Zink isoliert untersucht) Aufschluss. Leider haben wir bezüglich Zink keinen Speicher- oder Transportwert wie bei Eisen (Ferritin + Transferrin) oder Kupfer (Coeruloplasmin).

Bezüglich Calcium-Magnesium kennen wir das Problem schon länger. Hier gibt es Patienten, die wahrscheinlich eine genetisch fixierte Mineralimbalance aufweisen. Die Betroffenen leiden an tetanischen Symptomen inkl. Kopfschmerzen, Rücken- und Muskelschmerzen sowie Depressionen. Bei diesen Patienten bringt nur eine individuell dosierte Megadosis-Therapie Besserung. Sobald die Patienten die Therapie abbrechen, kommt es nach relativ kurzer Zeit wieder zu Symptomen. Es könnte sein, dass wir bezüglich Zink ähnliche - bisher unbekannte - Zusammenhänge haben.

Prävention des Prostatakrebses


22. November 2007

Prostatkrebs ist mit einem Anteil von 20 % die häufigste Krebserkrankung in den westlichen Industrieländern.
In der nachfolgenden Information finden Sie eine ausführliche Übersicht welche Blutwerte neben dem PSA als Risikofaktoren analysiert werden können.

Blutwerte als Risiko- und Schutzfaktoren des Prostatakrebses

Vitaminbestimmung im Vollblut


22. November 2007

Unumgänglich: der Mikronährstoff-Status
Mit Hilfe moderner Laborparameter kann auf einfachem Wege die
individuelle Versorgungssituation überprüft werden. Im Gegensatz zu Berechnungen über die Mikronährstoffzufuhr oder die Zuordnung eines Mikronährstoffmangels über die meist unspezifischen Symptome, liefern Messergebnisse der Blutanalysen, konkrete Werte zum tatsächlichen Versorgungszustand des Patienten.
Von entscheidender Bedeutung dabei ist allerdings, dass die unterschiedlichen Elemente in der richtigen Probenmatrix untersucht werden. So gilt zu beachten, dass diejenigen Elemente, die maximal erythrozytär - also intrazellulär - gebunden sind, nicht im Blutserum zu untersuchen sind, sondern im Vollblut.
Im Gegensatz zur Serumdiagnostik werden bei der Analyse des Vollbluts auch die Erythrozyten mit einbezogen. Mittels Hämolyse
werden die erythrozytär gebundenen Elemente freigesetzt und gehen in das Serum über. Die solchermaßen neu zusammengesetzte
Probenmatrix wird dann der Diagnostik zugeführt. Auf diesem Wege erklärt sich, dass es zu erheblichen Befundabweichungen
zwischen Vollblut- und Serumuntersuchungen z.B. bei der Analyse von Magnesium kommt: im Blut ist Magnesium zu ca. 70% an
die Erythrozyten gebunden, nur 30% liegen im Serum vor.
Diese Verteilungsmuster sind nicht fixiert: im Rahmen der Homöostase werden auf Kosten der intrazellulären Versorgung die extrazellulären Spiegel möglichst lange stabil gehalten. Eine beginnende Magnesiumverarmung kann somit über einen längeren Zeitraum maskiert bleiben. Ganz ähnliche Verhältnisse zeigen sich hinsichtlich der Elemente Eisen, Kalium, Kupfer, Selen und Zink.
Aufgrund der speziellen Interaktionen zwischen den einzelnen Mikronährstoffen empfiehlt es sich Mikronährstoffprofile zu erstellen.

Da die Konzentration der intrazellulären Mikronährstoffe somit mit der Konzentration der im Vollblut vorhandenen Zellen korreliert, ist es erforderlich das Blutbild bei der Bewertung der Mikronährstoff-Analyse zu berücksichtigen. Die folgende Abbildung verdeutlicht diesen Sachverhalt:

Zeigen die Laborergebnisse einen unzureichenden Versorgungszustand auf, sollten die Ursachen hierfür gesucht werden. So ist zu klären, ob Ernährungsfehler vorliegen oder der Befund Ausdruck anderweitiger Störungen oder Erkrankungen ist.
Hier sind z.B. Störungen der Verdauung bzw. Nährstoffresorption zu nennen. Diese können durch eine exkretorische Pankreasinsuffizienz oder durch chronisch-latente Darmschleimhautveränderungen bedingt sein. Aber auch hormonelle Störungen oder Veränderungen im Bereich der Niere können für entsprechende Analyseergebnisse verantwortlich sein (siehe folgendes Kapitel).

Fazit: Die Vollblutdiagnostik deckt eine beginnende Nährstoff-Verarmung frühzeitig auf.